Medizinische Fachangestellte sind das Rückgrat jeder Arztpraxis. Sie empfangen Patienten, koordinieren Termine, bearbeiten Befunde, bedienen das Telefon, verwalten Akten und unterstützen bei Behandlungen. Ohne MFAs läuft nichts.
Das Problem: Es gibt zu wenige von ihnen und die Lücke wächst. Mehr Patienten, mehr Bürokratie, mehr Kommunikationskanäle. Die Schere zwischen dem, was Praxen brauchen, und dem, was der Markt hergibt, öffnet sich weiter.
Dieser Artikel zeigt, wie sich der MFA-Mangel im Praxisalltag auswirkt und welche Lösungen wirklich funktionieren.
MFA-Mangel in Zahlen
Der Fachkräftemangel im medizinischen Bereich ist kein temporäres Problem — er ist strukturell und wird sich in den kommenden Jahren verschärfen:
- Die Zahl der Ausbildungsabschlüsse zur MFA stagniert, obwohl der Bedarf steigt
- Viele ausgebildete MFAs verlassen den Beruf nach wenigen Jahren — Arbeitsbelastung und Gehalt gelten als Hauptgründe
- In ländlichen Regionen ist der Mangel besonders ausgeprägt: Hausarztpraxen in kleinen Gemeinden finden oft jahrelang keine qualifizierte Besetzung
- Demografischer Druck: Mehr ältere Patienten bedeuten mehr Arztbesuche — bei gleicher oder sinkender Personaldecke
Für Praxisinhaber bedeutet das: Offene Stellen lassen sich nicht mehr einfach durch Ausschreibungen schließen. Wer wartet, bis die richtige Person sich bewirbt, wartet oft Monate — oder wartet vergeblich.
Folgen für den Praxisalltag
Ein fehlendes Teammitglied ist nie nur ein fehlendes Teammitglied. Es ist ein Dominoeffekt:
Das verbleibende Team übernimmt mehr
Überstunden werden zur Routine. Aufgaben, die früher verteilt waren, hängen an einer oder zwei Personen. Die Qualität leidet, die Zufriedenheit sinkt.
Krankenstände steigen
Dauerstress führt zu Krankheit. Wenn dann jemand ausfällt, fehlt im ohnehin ausgedünnten Team erneut eine Person. Der nächste Dominostein fällt.
Die Erreichbarkeit leidet
Das Telefon ist der erste Bereich, der einbricht. Wer keine freie Hand hat, kann nicht abnehmen. Wer nicht abnimmt, verliert Patienten — still und ohne Rückmeldung. Wie sich das auf die Erreichbarkeit der Arztpraxis auswirkt und was dagegen hilft, beschreiben wir in einem eigenen Artikel.
Die Qualität der Patientenbetreuung sinkt
Wenn Zeit fehlt, fehlt sie überall: beim Telefonat, das zu kurz ist. Beim Erinnerungsanruf, der nicht mehr gemacht wird. Beim Patienten, der wartet, weil niemand Zeit hat.
Fluktuation entsteht
Überlastete MFAs kündigen. Die nächste Stelle zu besetzen dauert noch länger als die letzte. Der Kreislauf beginnt von vorn.
Das Telefon als größter Zeitfresser
Was viele Praxisinhaber unterschätzen: Die Telefonkommunikation ist der administrative Bereich, der überproportional viel Zeit bindet.
Was in der Zeit am Telefon passiert:
- Terminvergabe und -koordination
- Rezeptanfragen
- Rückfragen zu Befunden
- Patientenrückrufe
- Weiterverbindungen und Weiterleitungen
- Nicht erreichbare Patienten, die zurückgerufen werden müssen
Vieles davon folgt klaren Regeln und Protokollen. Es braucht medizinisches Grundwissen, aber keine Präsenz in der Praxis. Genau hier setzt ein externer Telefonservice an.
Kurzfristige vs. nachhaltige Lösungen
Wenn eine Stelle nicht besetzt werden kann, greifen Praxen häufig zu kurzfristigen Maßnahmen:
Überstunden: Kurzfristig hilfreich, langfristig zermürbend. Das Team brennt aus.
Aushilfen und Zeitarbeit: Teuer, oft schlecht auf den Praxisbetrieb vorbereitet, selten mit medizinischem Hintergrund.
Aufgaben streichen: Was nicht gemacht wird, fehlt. Erinnerungsanrufe entfallen, Rückrufzeiten verlängern sich, Qualität sinkt.
Externe Praxisassistenz: Hier liegt die nachhaltigste Lösung. Aufgaben, die keine Vor-Ort-Präsenz erfordern, werden an einen spezialisierten Dienstleister ausgelagert — dauerhaft, zuverlässig, ohne Personalrisiko.
Der Unterschied zur internen Stelle: Kein Krankenstand, keine Elternzeit, keine Kündigung, keine Urlaubsvertretung. Der Dienst läuft — auch wenn intern gerade niemand Zeit hat.
Was ein externer Telefonservice übernehmen kann
MediCom übernimmt genau die Aufgaben, die das Team am meisten belasten — ohne dass sich etwas an den Kernprozessen der Praxis ändert:
Telefonannahme
Alle eingehenden Anrufe werden im Namen Ihrer Praxis entgegengenommen — zu den Zeiten, die Sie definieren. Auch zu Stoßzeiten, wenn intern alle Leitungen belegt sind.
Terminvergabe
Direkt in Ihrer Praxissoftware. MediCom arbeitet mit allen gängigen Systemen zusammen: Doctolib, Medistar, Medatixx, Albis, und viele weitere.
E-Mail-Bearbeitung
Administrative E-Mails, Anfragen, Befundübermittlungen — MediCom bearbeitet täglich über 50 digitale Befundübermittlungen für Praxen im gesamten Bundesgebiet.
Was intern bleibt
Alles, was körperliche Präsenz erfordert: Patientenempfang vor Ort, Assistenz bei Untersuchungen, Labortätigkeiten, direkter Arztkontakt.
Kosten-Nutzen-Betrachtung
Die Frage, ob sich externer Telefonservice rechnet, lässt sich mit konkreten Zahlen beantworten:
| Externe Lösung | Neue MFA-Stelle | |
|---|---|---|
| Monatliche Kosten | ab 350 € | 2.500–3.300 € brutto |
| Jahreskosten | ab 4.200 € | 30.000–40.000 € |
| Urlaubsvertretung | inklusive | zusätzlicher Aufwand |
| Krankenstand-Risiko | keines | durchschnittlich 12–18 Tage/Jahr |
| Skalierbarkeit | flexibel | fix |
Das bedeutet nicht, dass externer Telefonservice eine MFA-Stelle vollständig ersetzt. Aber er schließt die Lücke in dem Bereich, in dem der Mangel am meisten schmerzt — der Telefonkommunikation.
Dominik Pütz von der Hausarztpraxis Niederkassel bringt den Effekt auf den Punkt:
MediCom ist für unsere allgemeinmedizinische Hausarztpraxis ein echter Gewinn. Die telefonische Erreichbarkeit hat sich deutlich verbessert, unser Team wird spürbar entlastet.
— Dominik Pütz, Hausarztpraxis Niederkassel
Und Dr. Zenta vom MVZ Im Helios München bestätigt:
Wir erleben eine deutliche Entlastung unseres Teams. Die Anrufe werden kompetent, freundlich und zuverlässig entgegen genommen.
— Dr. Zenta, MVZ Im Helios | Orthopädisches Versorgungszentrum München
Fazit
Der MFA-Mangel ist kein Problem, das sich durch Warten löst. Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt werden sich nicht kurzfristig verbessern. Praxen, die handeln, müssen das mit dem tun, was sie haben — und klug entscheiden, welche Aufgaben wie erledigt werden.
Externer Telefonservice ist keine Notlösung. Er ist eine strategische Entscheidung, die das vorhandene Team entlastet, die Erreichbarkeit sichert und die Qualität der Patientenkommunikation auch unter schwierigen Bedingungen auf hohem Niveau hält.









